Wege zur Kunst

Alle drei Jahre veranstaltet der Eschweiler Kunstverein mit Unterstützung de Kulturstiftung der Sparkasse Aachen und weiteren Sponsoren seit 1996 die stets auf große Resonanz stoßende Veranstaltung „Wege zur Kunst“.

Kunst in Eschweiler findet sich zu meist im Zentrum der Stadt. Eine Stadt präsentiert sich dem Besucher jedoch bereits in seinen „Eingängen“, der erste Eindruck ist besonders prägend. Kunst wird so zu einem Willkommensgruß, ist eine Wegmarke, ein Orientierungspunkt.




Fr, 21. Mär. 2014
Eschweiler Nachrichten / Lokales / Seite 20

Das Thema: Neue Wege zur Kunst

Kunst auf dem Kreisel: Welcher Entwurf überzeugt?

Angebot an Künstler: Im Rahmen seiner „Neue Wege zur Kunst“-Aktion sucht der Kunstverein eine Skulptur für die Verkehrsinsel auf der Stolberger Straße.

Eschweiler. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Dieses Zitat stammt von Pablo Picasso und ist Leitgedanke für ein Projekt des Eschweiler Kunstvereins. Dies heißt „Neue Wege zur Kunst“ und findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt.

Man wolle den Trend der vergangenen beiden Male fortsetzen, so Klaus Wohnaut, Sparkassen-Gebietsdirektor. Ziel ist ein bleibendes Kunstwerk, wie Monika Kendziora, Geschäftsführerin des Kunstvereins, erklärte. Der Kreisverkehr auf der L238 an der Stadtgrenze zu Stolberg habe den Kunstverein animiert, dort Kunst zu installieren. Nun will der Eschweiler Kunstverein gemeinsam mit der Sparkasse an Künstler herantreten.

Doch nicht nur das bleibende Kunstwerk ist das Ziel, sondern auch der Weg dorthin. Die Streckenführung zum Kreisverkehr auf der Stolberger- bzw. Eschweilerstraße soll in die Aktion mit einbezogen werden. Fußgänger oder Fahrradfahrer erhalten so die Möglichkeit auf Freiflächen, Grünanlagen und Immobilien temporäre Kunst und Street Art zu bewundern. Geeignete Orte stehen bereits fest. So werden Präsentationen an der Röthgener Burg, dem AGO-Betreuungszentrum, vor der Feuerwehr, auf dem Sticher Berg sowie an der Sparkassen-Filiale auf der Pumpe stattfinden.

Der Kunstverein will vor allem junge Künstler auffordern an dieser Aktion teilzunehmen. Bewerbungen für temporäre Kunstwerke nimmt der Eschweiler Kunstverein per E-Mail als PDF-Dokument an info@eschweiler-kunstverein.de bis zur 15. Kalenderwoche entgegen. Die Bewerbung muss sowohl die Kontaktdaten sowie eine kurze Vita und den künstlerischen Werdegang des Künstlers beinhalten. Zudem sollten Fotos, eine Beschreibung, die den Titel, Maße, die Technik und das Material des Kunstwerks beinhaltet, dabei sein. Die Ausschreibung für die temporären Kunstwerke richtet sich an Künstler und Künstlergruppen aus der Region. Den Transport und den Aufbau müssen die Künstler selbst gewährleisten. Die Ausschreibung für das bleibende Kunstwerk richtet sich an professionell arbeitenden Künstler und Künstlergruppen aus der Region. Entwürfe können bis zur 18. Kalenderwoche als PDF-Dokument an die bereits erwähnte E-Mail-Adresse erfolgen. Neben den ber eits erwähnten Kriterien besteht der Entwurf aus Beschreibung, Skizze, Maßen, Technik, Material, Angabe zum Gewicht und zur Befestigung, Bezug zum Ort sowie der Kostenschätzung. Dabei sollten die Künstler jedoch beachten, dass die Oberflächen blendfrei sind und das Kunstwerk weder bewegliche Elemente noch Wechselillumination oder scharkantige und spitze Elemente aufweist.

Ende Mai werden die Entwürfe präsentiert. Anfang Juni berät eine Jury, bestehend aus Vertretern des Kunstvereins und der Sparkasse sowie der Städte Eschweiler und Stolberg, der Bürgerschaft und ein unabhängiger Kunstexperte über die Einreichungen. Nach der Realisierungsphase soll das Kunstwerk voraussichtlich im September oder Oktober feierlich an die Öffentlichkeit übergeben werden.

Informationen erhalten Künstler ab der kommenden Woche auch auf der Internetseite des Eschweiler Kunstvereins unter www.eschweiler-kunstverein.de.

Die Verantwortlichen freuen sich bereits jetzt auf viele schöne Entwürfe von kreativen Künstlern, wie Lothar Müller Geschäftsstellenleiter der Sparkassen-Filiale an der Marienstraße, treffend beschrieb: „Das, was geschaffen wird, ist etwas Bleibendes. Da kann sich ein Künstler verewigen.“ Vor drei Jahren entstand so das Kunstwerk „Denkmal“ des Künstlers Jems Robert Koko Bi, das vor der Volkshochschule bewundert werden kann. (se)